28. Januar 2008

Black Crypt (Amiga) - Review


PsychoT hat diesen Review vom Rollenspiel Black Crypt geschrieben:

Estoroth war ein begabter Schüler der Geistlichen Akademie von Astera. Innerhalb kürzester Zeit bekam er die höchsten Auszeichnungen seines Fachs, sein Hunger nach Erkennstnis und Macht war nicht zu stillen. Jeden seiner Lehrer hatte er schon überholt, und alle Bücher der Bibliothek hatte er bereits ausgelesen. So kam es, daß er aus der Akademie entlassen und zum Gildenmitglied ernannt wurde. Nur ein paar Wochen dauerte es, da begann Estoroth seine eigenen Runen und eigenen Formeln zu kreiren, welche zunehmend bösen Charakter annahmen. Es war offensichtlich, daß er entgegen dem Kodex der Gilde mit schwarzer Magie hantierte.


Eine Krisenversammlung der vier Gilden, die Gilde der Kämpfer, die Gilde der Geistlichen, die Gilde der Zauberer und die Gilde der Druiden, wurde abgehalten um Estoroth anzuklagen. "Stellt Euch den Schaden vor, den er anrichten könnte" hieß es. "Jawohl, stellt Euch den Schaden vor, den ich anrichten könnte - gegen die Feinde in einer Schlacht" entgegnete Estoroth. Er kannte die auf ihn zukommende Strafe, die Landesverweisung. Er aber war zu stolz, und so teleportierte er sich weg und nistete sich in einem nur von Spinnweben bewohnten, alten, verfallenen Kloster ein. Dort betrieb er weiter seine unheilige Forschung und schmiedete einen Racheplan, auf das er zuerst Astera und dann die ganze Welt erobere. Von nun an nannte er sich Estortoth Paingiver!

Aus gerade verstorbenen Kreaturen, vergrabenen Skelette und Wesen aus anderen Dimensionen erschuf er sein Heer, welches alsbald eine beachtliche Größe hatte. Um dieses Heer anzuführen, rekrutierte er aus den vier mächtigsten in die Hölle verbannten Kreaturen seine Offiziere - einem Meeresuntier in Mannesgröße, eine Medusa mit Schlangenlocken, einem schwarzen Dämon und einem Widder-Dämon, welcher der Mächtigste aller war. Ihn ernannte er zu seinem General. Schließlich verfrachtete Estoroth seine Armee nach Astera, um den Kreuzzug, den sog. weißen Krieg, zu beginnen. Astera war bald gebrochen, und Estoroth führte seinen Feldzug zur Übernahme der Macht immer weiter.

So kam es, daß die vier Gilden erneut eine Versammlung einberiefen, um Estoroth zu stoppen. Die Geistlichen, die Zauberer und die Druiden vereinten ihre Kräfte und schufen nach monatelangem Studium eine neue, noch nie zuvor dagewesene Kraft. Jede der Gilden brachte ein geheiligtes Artefakt für die Verzauberung durch die neue Kraft mit. Schließlich wurde das jeweilige Artefakt einem aus der jeweiligen Gilde ausgesuchten Helden überreicht. Protector, ein druidischer Schild aus Holz, der eine schützende Barriere bilden sollte, wurde Eich Rabe, dem Held der Gilde der Druiden übergeben. Soulfreezer, ein Kristallstab, der alle Wesen für immer einfrieren würde, wurde Dvergar dem Zauberer übergeben. Vortex, ein silbernes Schwert, das den Stoff der Zeit zerfetzte, wurde Runetek dem Kämpfer übergeben und Force Hammer, ein goldenes Kriegsbeil mit telekinetischen Kräften, wurde Kaolic dem Geistlichen überreicht.

So zogen unsere vier Helden und eine kleine Armee also los, um Estoroth zu zerstören. Es sollte als der Schwarze Krieg in die Geschichte eingehen. Da Estoroth sich in Sicherheit wog und nicht mit einem Angriff auf ihn rechnete, konnten ihn die Truppen Asteras überraschen. Estororths Armee war bald besiegt, und unsere vier Helden trieben ihn immer weiter in seine Festung, das verfallene Kloster, hinein, bis nach unten in das Kellerverlies. Im innern der schwarzen Gruft konnte Estoroth und der Rest seiner Armee durch das Soulfreezer festgenagelt, und durch das Vortex in eine andere Dimension verbannt werden. Nachdem die vier Helden wieder aus der Gruft hinausgeklettert waren und diese mittels Vortex versiegelt wurde, sanken sie in sich zusammen und verstarben. Zum Gedenken an diese vier Helden, wurden sie mitsamt ihren Waffen noch an Ort und Stelle begraben und eine große Tafel errichtet.

Zwei Jahrzehnte später erwachte plötzlich der Hund, an dem zuvor die Kräfte des Soulfreezers getestet worden waren, und der bis dahin wie ein Stein in seiner Hundehütte gelegen hatte. Als dann auch noch ein Missionar von seinen Reisen zurückkam und panisch von einem Riss mit einer Fratze in der Wand der Stätte des schwarzen Krieges berichtete, war die Gefahr Estoroths wieder allgegenwärtig. So wurden erneut vier Helden gewählt, um in die Gruften ihrer Vorfahren hinabzusteigen und Estoroth endgültig dem Garaus zu machen, bevor es zu einem roten Krieg kommt. Hier beginnt die Aufgabe des Spielers, der die Rollen der vier Helden übernimmt.

Zunächst muss sich der Spieler zu Beginn seine vier Charaktere im Charaktermenü generieren, wobei er aus jeder Gilde einen Charakter benötigt. Hat man seine Charaktere zusammen, beginnt das Spiel im ersten Dungeon. Von nun an muss man sich immer weiter durch die Dungeons kämpfen. Es geht immer tiefer hinunter und es gibt keinen Weg zurück! Man muss versuchen die vier Artefakte der Vorfahren zu finden, sie gegen Estoroth persönlich einsetzen um ihn dadurch endgültig aus dieser Welt zu befördern. Hat man die Artefakte gefunden und möchte deren Zauberkraft einsetzen, klickt man mit der rechten Maustaste auf das entsprechende Artefakt. Natürlich sollte man es zuvor in die Waffenhand genommen haben. Es ist logisch, daß nur der entprechende Charakter das entsprechende Artefakt benutzen kann. Der Krieger z.B. kann kein Artefakt der anderen benutzen, nur sein für ihn Vorgesehenes - ebenso sieht es bei den anderen Charakteren aus. Aber vorsicht! Während der Suche warten jede Menge böse Kreaturen auf einen, um die Grabstätte eurer Vorfahren zur der Euren zu machen! Ein gut ausgeklügeltes Kampf- und Charaktermenü-System wird es dem Spieler nicht schwer machen, die vier Helden ohne Probleme steuern zu können. Eine sehr gute Grafik und jede Menge Rätsel, die erst mal gelöst werden wollen, erwarten den Spieler. Dieses Spiel ist nicht einfach mal kurz so zu schaffen, es bietet jede Menge langanhaltenden Spielspaß, wie man es von einem Rollenspiel erwartet. Wer Fans von Rollenspielen ist und einen Amiga besitzt, kommt um dieses Spiel auf keinen Fall drumrum!

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